Meine Politik für Schefflenz: Rückblick und Ausblick

Meine Politik für Schefflenz:
Rückblick und Ausblick

Einzigartig, lebenswert und charmant, so habe ich Schefflenz vor dem Kreistag beschrieben. Und genau das ist es: ein Ort zum Wohlfühlen, zum Niederlassen und zum Leben.

Als Bürgermeister engagiere ich mich seit acht Jahren Tag für Tag dafür, dass dies auch in der Zukunft so ist. Dafür möchte ich mich auch in der nächsten Amtsperiode engagieren.

Lassen Sie mich darstellen, welche Entwicklung Schefflenz in den letzten acht Jahren genommen hat. Dabei will ich insbesondere auf die Themenfelder Familien, Wirtschaft und Arbeit, Infrastruktur und auf das Miteinander der Bürger eingehen.

Familien in Schefflenz – für die Zukunft unserer Gemeinde

Kindergärten

Eine gesunde und glückliche Entwicklung unserer Kinder liegt mir am Herzen. Flexible Kindergartenzeiten und eine Betreuung für Kleinkinder, die in einem geschützten Rahmen und doch mitten im Kindergartengeschehen stattfindet, bieten unsere drei Kindergärten an. In den beiden Gemeinde-Kindergärten gibt es zudem ein warmes Mittagessen für die Kleinen. Die gezielte Förderung nach dem jeweiligen Entwicklungsstand und ein wertschätzendes Menschenbild geben unseren jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürgern beste Startbedingungen ins Leben.

Mit einer guten Personalauswahl und -bereitstellung, gezielten Fortbildungen und regelmäßigen Führungsgesprächen arbeite ich fortlaufend auf die Sicherung der Qualität unserer Kindergärten hin. Auch mit baulichen Maßnahmen sorgen wir dafür, dass unsere kleinen Schefflenzer sich wohl fühlen und bestmöglich gefördert werden.

 

Grundschulen

Grundschule Oberschefflenz
Grundschule Oberschefflenz

Eine solide Grundbildung ist die beste Basis der Zukunft unserer Kinder. Ein wichtiges Thema ist die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit der beiden Grundschulen unserer Gemeinde. Trotz zwischendurch geringer Schülerzahlen ist es bis heute gelungen, beiden Grundschulen die Eigenständigkeit zu wahren und auch für die Zukunft gute Perspektiven zu sichern. Durch die gute Einbindung der Eltern und die willkommene Arbeit vieler weiterer Ehrenamtlicher können wir das schulische Angebot vielseitig gestalten und ergänzen.

In der kleinen Grundschule Oberschefflenz habe ich durch einen konsequenten, dauerhaften Bauunterhalt sicher gestellt, dass keine wirtschaftlichen Gründe wie notwendige Sanierungen den Standort in Frage stellen könnten. So werde ich auch in Zukunft für den Erhalt der selbständigen Grundschule Oberschefflenz eintreten.

 

Weiterführende Schule

Regenbogen über der Schefflenztal-Schule
Regenbogen über der Schefflenztal-Schule

Mit der Zusammenführung unserer Werkrealschule in die Schefflenztalschule mit den gemeinsamen Schulträgern Seckach, Billigheim und Schefflenz konnte ich dafür sorgen, dass unsere Schule weiter bestehen bleibt. Die Schulen unserer Region wie Elztal oder Mudau, die sich diesem Weg verschlossen haben, laufen bereits heute aus und können keine neuen Klassen mehr bilden. Den Schülerinnen und Schülern bleibt dann nur den Weg in die überörtlichen Schulen, auf deren Qualität und Abläufe keinerlei Einfluss mehr besteht. Dies haben wir in Schefflenz verhindern können.

Wichtig war und ist mir bei der Weiterentwicklung zum schulischen Ganztagsangebot die Mittagsverpflegung: Wir bieten ein vor Ort frisch gekochtes Mittagessen an. Heute werden täglich bis zu 80 Mittagessen mit eigenem Personal zubereitet. Auch inhaltlich konnte ich gemeinsam mit der Schule wichtige Akzente setzen. Mit dem Schwerpunkt auf die Hinführung zur Ausbildungsreife konnten wir zahlreiche Unternehmen gewinnen, die als Paten unsere Schülerinnen und Schüler unterstützen, sei es durch Praktika, Bewerbungstrainings oder Ausbildungsmessen. So können wir im Rahmen der Berufswegeplanung den Blick der Schülerinnen und Schüler auf die große Vielfalt von Ausbildungsberufen weiten und ihnen gleichzeitig Orientierung bieten.

So war es nur konsequent, den Ausbau der Räumlichkeiten für die Ganztagesangebote an der Schefflenztalschule zu forcieren und den Bau eines neuen Physiksaals anzugehen.

An allen unseren Schulen ergänzen Jugendbegleiter das schulische Angebot und fördern so die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen erwachsenen Persönlichkeiten. Und für den Fall, dass es mal Schwierigkeiten gibt, habe ich dafür gesorgt, dass ein Schulsozialarbeiter zur Seite steht.

Durch die weitgehenden Betreuungsangebote im Kleinkind- und Kindergartenbereich, die flexible Schulkindbetreuung in der Grundschule wie auch das Ganztagsangebot in der Werkrealschule unterstützen wir die Familien bei der großen Herausforderung, Erwerbstätigkeit und Familienleben in Einklang zu bringen. Insbesondere den Müttern möchte ich so die Möglichkeit bieten, die Rückkehr in den Beruf nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Auch als Arbeitgeber gehe ich mit gutem Beispiel voran und biete flexible Arbeitszeitmodelle für den Wiedereinstieg.

 

Senioren

Altersheim „Luise-von-Baden“ in Oberschefflenz
Altersheim „Luise-von-Baden“ in Oberschefflenz

Auch für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger gilt es, für die nötigen Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben zu sorgen. Selbstverständlich kann ich da auf die großzügige Stiftung unseres Ehrenbürgers Prof. Roedder zurückgreifen, durch dessen Vermächtnis wir über ein attraktives und modernes Altenheim verfügen.

Um die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims in die örtliche Gemeinschaft zu stärken, bin ich regelmäßig vor Ort und berichte über die aktuellen Themen der Gemeinde. Doch natürlich ist es nicht das Lebensziel unserer Seniorinnen und Senioren, einen gut betreuten Platz im Altersheim zu finden. Daher unterstütze ich die zahlreichen Initiativen in unserer Gemeinde, die Angebote wie das monatliche Seniorentreffen im Rathaussaal oder den jährlichen Altennachmittag der Gemeinde organisieren. Handlungsbedarf sehe ich bei geeigneten Wohnangeboten, wie seniorengerechten, barrierefreien Wohnungen. Viel zu oft berichten mir Mitbürger, dass ihnen ihr Haus und Grundstück zu groß werden und sie sich eine passende Wohnung in den nächsten Städten suchen wollen. Hier muss ich bedarfsgerechte Lösungen finden. Gespräche mit geeigneten Investoren haben schon stattgefunden, konnten aber noch nicht zu konkreten Projekten entwickelt werden.

 

Schefflenz investiert in die Infrastruktur

Notwendige Sanierungen

Das teuerste Infrastrukturprojekt ist gleichzeitig am wenigsten sichtbar: die Sanierungen und Erneuerung der Kanalisation. Hier haben wir in den vergangenen Jahren eine Straße nach der anderen in Angriff genommen, um die Infrastruktur funktionsfähig und zukunftsfähig zu halten.

Auch in der Zukunft werden wir hier konsequent weiterarbeiten: es stehen noch zahlreiche Abschnitte an, in denen Investitionen erforderlich sind. Parallel dazu packen wir Jahr für Jahr Straßenabschnitte in der Deckensanierung an, wo im Untergrund bei Wasser und Kanal keine Maßnahmen anstehen. Durch den geschickten Einsatz und die Kombination der verschiedenen Förderprogramme wie Förderrichtlinie Wasserwirtschaft, Landessanierungsprogramm, Flurneuordnung und Gemeindeausgleichsstock kann ich hier mit begrenzten Eigenmitteln Investitionen, die oft an den Millionenbereich herangehen, schultern.

 

Zustand der Straßen und Radwege

In der Verkehrsinfrastruktur bildet das Straßensystem nach wie vor ein zentrales Element. Nach langer baubedingter Schließung war das Bachsträßchen als zentrale Achse in den Großraum Heilbronn endlich wieder für den Verkehr freigegeben, als es von dem Unwetter am 30. Mai erneut zerstört wurde. Bei einem Termin mit dem Landtagsabgeordneten des Landkreises Heilbronn Dr. Lasota sicherte die Straßenbauverwaltung mir zu, dass die Straße bis Ende September wieder freigegeben werden kann. Dabei habe ich auch den schlechten Zustand der Landesstraße nach Roigheim angesprochen und auf die Verbesserung der Situation gedrängt.

Eine wichtige Radwegeverbindung stellt der Schefflenztalradweg dar. Hier konnte ich eine Förderung im Radwegeprogramm des Landkreises erreichen, sodass wir den schlechten Abschnitt Richtung Katzental sanieren konnten.

 

Einkaufsmöglichkeiten

Ein anderes Thema der Infrastruktur ist die Sicherung der Nahversorgung. Trotz erheblicher Widerstände seitens des Landes wie auch aus der Nachbarschaft und einiger Vorbehalte innerhalb der Gemeinde ist es mir gelungen, die Entwicklung unseres neuen Edeka-Marktes zu ermöglichen. Durch sachgerechte Argumentation konnte ich die Raumordnungsbehörden entgegen der gesetzlichen Vermutung davon überzeugen, dass ein großflächiger Einzelhandel raumverträglich bei uns angesiedelt werden kann. Die unterschiedlichen Vorstellungen von Investor und Betreiber konnte ich zusammenführen. Letztlich gelang es mir, alle von der Umsetzbarkeit und Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens überzeugen. So konnte ich die Nahversorgung unserer Bevölkerung mit allen Gütern des täglichen Bedarfs für die nächsten Jahre und wohl auch Jahrzehnte sichern.

 

Ärztliche Nahversorgung

Die ärztliche Versorgung konnte ich mit dem Umzug der Praxis Ehret in eigene Räumlichkeiten stabilisieren. Die neuen Praxisräume garantieren eine zeitgemäße Versorgung der Patienten. Auch die stationäre Versorgung mit einem Krankenhaus der Grundversorgung zu sichern, ist eine Aufgabe, der ich mich als Mitglied des Aufsichtsrats der Neckar-Odenwald-Kliniken gestellt habe. Nicht, weil mich meine Aufgaben vor Ort nicht ausfüllen würden, sondern weil auch die hochwertige stationäre medizinische Versorgung für unsere Bevölkerung von zentraler Bedeutung ist. Und darüber hinaus sind die Neckar-Odenwald-Kliniken auch für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ein wichtiger Arbeitgeber.

 

Gute Entscheidungen durch persönliche Gespräche

Bei besonderen Anliegen halte ich persönliche Gespräche für das wichtigste Mittel, Menschen auf neue Wege mitzunehmen. Derzeit nehme ich mir Zeit für die Landwirte, um die geplante Flurneuordnung des Landes zum Abschluss zu bringen. Durch meinen engen Kontakt mit Betroffenen und Beteiligten konnten schon viele Projekte effizienter und schneller als in anderen Gemeinden umgesetzt werden, wie zuletzt die neue Jagdverpachtung.

 

Internet: wichtige Infrastruktur für Familien und Firmen

Ein ganz zentrales Infrastrukturthema konnte ich durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis forcieren und auf einen guten Weg bringen: die Versorgung unserer Bevölkerung und Betriebe mit einer schnellen und leistungsstarken Internetanbindung. Im ersten Ausbauabschnitt 2010 konnten wir Unterschefflenz nahezu flächendeckend mit 16 Mbit versorgen. 2012 folgten Teile von Mittelschefflenz. Der heutige Ausbaustandard liegt bei einer Übertragungsrate von mindestens 30 Mbit, die durch die zwischenzeitliche Genehmigung der Vektoring-Technologie auf 100 Mbit gesteigert werden kann. Die Gemeinde Schefflenz wird bis Ende 2019 vollständig mit dieser aktuellen DSL-Leistung versorgt sein. Damit sind wir landesweit in der Versorgung ländlicher Gebiete weit an der Spitze.

 

Unternehmen und Arbeitsplätze in Schefflenz

Wirtschaftliche Entwicklung: Rückschläge und Erfolge

Der härteste Rückschlag war hier unzweifelhaft die Insolvenz der Fa. Kittel, die trotz einiger Interventionen und Unterstützungsangebote nicht abzuwenden war. Die Tatsache, dass nach meiner Kenntnis alle früheren Beschäftigten wieder in ein adäquates Arbeitsverhältnis gefunden haben, kann über den Verlust der Arbeitsplätze vor Ort nur wenig hinwegtrösten.
Aber es gibt auch bei den Gewerbeansiedlungen positive Entwicklungen und Erfolge zu verzeichnen. Die Ansiedlung der Fa. Söhner hat uns neben zwei engagierten Feuerwehrleuten auch wieder Arbeitsplätze gebracht. Die Zusammenführung der Fa. Nistroj am Standort Schefflenz hat zahlreiche hochqualifizierte Facharbeiterstellen zu uns gebracht.

Wichtiges Standbein der örtlichen Wirtschaft ist und bleibt das Handwerk. Das Handwerk bietet immer noch eine große Zahl an Arbeitsplätzen und gibt mit der Ausbildung auch vielen jungen Menschen eine gute Perspektive vor Ort.

Alle unsere Betriebe tragen natürlich auch zu den Gewerbesteuereinnahmen bei, die für uns Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle darstellen. Durch eine offene Bürgermeister-Tür für die Gewerbetreibenden, eine faire und unterstützende Zusammenarbeit, und durch Kontaktpflege auf allen Ebenen für mögliche Neuansiedlungen leiste ich meinen Beitrag zu einer guten Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft und einem guten Angebot an Arbeitsplätzen. So bin ich stolz darauf, dass auch bei uns in Schefflenz trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Arbeitslosenquote auf der Höhe des Landesdurchschnitts von Baden-Württemberg von 3,8 % liegt.

 

Gemeindefinanzen: Die Pro-Kopf-Verschuldung ist gesunken

Auch in der Gemeindewirtschaft kann ich auf nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln verweisen. Ende 2008 habe ich die Gemeinde mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 928,33 EUR übernommen. Trotz zahlreicher Investitionen mit Rathaus, Schwimmbad, Straßen, Kanäle, Wasserversorgung, Friedhöfe, Gebäude und Feuerwehreinrichtungen sank diese Ende 2015 auf 774,70 EUR.

 

Vernetzung über Schefflenz hinaus: Kreistag Neckar-Odenwald-Kreis

Neben meiner Arbeit als Bürgermeister bin ich auch Mitglied des Kreistags Neckar-Odenwald-Kreis. So kann ich zu guten Entscheidungen und Konzepten auf Kreis- und Landesebene beitragen, die wiederum direkte Auswirkungen für unsere Gemeinde haben.

 

Stadtentwicklung und Wohnungsbau: die Balance zwischen dörflicher Struktur und Neubaugebieten

In der städtebaulichen Entwicklung unserer Gemeinde lege ich Wert auf die Wahrung unserer Identität und einen ressourcenschonenden Flächenverbrauch. So lautet meine Devise im Spannungsverhältnis zwischen Innenentwicklung und der Ausweisung von Neubaugebieten: das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.

Durch die Akquise von Förderprogrammen für die Sanierung innerörtlicher Objekte, wie dem Landessanierungsprogramm in Mittelschefflenz und ELR in allen anderen Ortsteilen, können wirtschaftliche Anreize gesetzt werden, die vorhandene Bausubstanz zu erneuern und für heutige Wohnansprüche zu ertüchtigen. Und dennoch war es keine Selbstverständlichkeit, die Aufstockung des Förderrahmens des Landessanierungsprogramms zu erreichen. Mit Fördersummen von bis zu 20.000 EUR pro Objekt konnte ich eine Vielzahl von Sanierungen anstoßen und die Belebung der Ortskerne wesentlich verbessern. Die Zahl von Leerständen konnte ich damit deutlich begrenzen. Denn genau in den Ortskernen findet die Identifikation mit der Gemeinde statt.

Doch auch unser aktuelles Neubaugebiet Lerches erfreut sich einer hohen Nachfrage und entwickelt sich deutlich schneller als vorhergesehen. So haben wir auch für die weitere Zukunft Perspektiven entwickelt und werden bedarfsgerecht Wohnbauflächen zur Verfügung stellen können.

 

Friedhöfe

Zur Infrastruktur einer Gemeinde zählen auch die Friedhöfe als Ort der Trauer, der Erinnerung und der Begegnung. In allen Ortsteilen haben wir in den letzten Jahren viel in den Erhalt und die Gestaltung unserer Friedhöfe investiert. Aktuell wird die Sanierung und Erweiterung der Leichenhalle in Oberschefflenz umgesetzt. Mit dazu gehört eine gestalterisch ansprechende Vordachanlage, die endlich den ersehnten Wind- und Wetterschutz bringt.

Als wichtige Gestaltungsaufgabe habe ich die Erweiterung des Angebots an Bestattungsformen aufgegriffen. Derzeit wird die Bestattung unter Bäumen stark nachgefragt. Für viele dürfte auch das Rasenurnenfeld eine passende Lösung darstellen. Diese Bestattungsform bietet einen individuellen Platz, jedoch ohne den Aufwand für eine Grabpflege. Dabei sind räumlich eng zugeordnete Gedenksteine mit großzügigen Flächen zur Ablage von Blumen oder Kerzen vorgesehen.

Für Familien, die mit dem Schicksal einer Früh- oder Totgeburt konfrontiert sind, haben wir auf dem Friedhof Unterschefflenz ein Schmetterlingsgrabfeld angelegt.

 

Sicherheit in Schefflenz

Für eine gute Entwicklung der Gemeinde spielt die Sicherheitsarchitektur eine bedeutende Rolle. Durch nachdrückliche Verhandlungen und eine gezielte Renovierung der Polizeidienststelle konnte ich eine langfristige Verlängerung des Mietvertrags mit der Polizei erreichen. Dadurch habe ich in einer Zeit der massiven inneren Neuorganisation und Zentralisierung der Polizei den Erhalt unseres Polizeipostens gesichert. Die Polizeipräsenz ist dadurch bei uns deutlich höher und kompetente Ansprechpartner in Fragen der Sicherheit stehen vor Ort bereit.

Auch unsere Feuerwehr spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Bei Gefahrenlagen vom Unwetter über Verkehrsunfälle, technischer Hilfeleistungsbedarf bis hin zu Bränden sind unsere Feuerwehrmänner und –frauen zu allen Tag und Nachtzeiten im Einsatz.

Daher sehe ich es als klare Verpflichtung, unserer Feuerwehr die notwendige und angemessene Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Wir haben in den vergangenen Jahren massiv in die Alarmierungstechnik, die persönliche Schutzausstattung sowie in Fahrzeuge und Gebäude investiert. Dadurch können wir uns darauf verlassen, dass unsere Feuerwehrleute bestmöglich Hilfe leisten und Gefahren abwehren können und dabei keine vermeidbaren Risiken auf sich nehmen müssen.

Neben ihrem Dienst in zahllosen Übungen und Einsätzen bringen sich unsere Feuerwehrleute aber auch in die Konzeption und die Umsetzung der gesamten Investitionen ein. Viele ehrenamtliche Stunden wurden beim Bau der Feuerwehrhalle in Unterschefflenz, bei der Beschaffung des MLF, beim Umbau des Jugendfeuerwehrbereichs und aktuell in der Feuerwehrhalle in Oberschefflenz von unseren Feuerwehrleuten geleistet. Und ergänzend unterstützen die Kameraden unsere Vereine bei der Verkehrssicherung von Veranstaltungen.

 

Vereinsleben in Schefflenz

Genau dieses Engagement und diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist es, was ich an allen unseren Vereinen so schätze. Sowohl innerhalb des Vereins als auch zwischen den Vereinen wird ein reges Miteinander gepflegt, man unterstützt sich gegenseitig, wo man kann. Bei all diesen Initiativen freut es mich, dass die Akteure zunächst schauen, was sie selbst auf die Beine stellen können und erst dann nach Unterstützung durch die Gemeinde fragen. Umso leichter fällt es dann auch, nach Möglichkeiten für diese Unterstützung zu suchen. Meine Aufgabe sehe ich darin, die Motivation der Aktiven zu stärken, in schwierigen Situationen Perspektiven zu eröffnen und erforderliche Unterstützung möglich zu machen. Durch diese Zusammenarbeit ist in unserer Gemeinde ein vielfältiges und abwechslungsreiches öffentliches Leben gewachsen, das geprägt ist sowohl von den regelmäßigen Probe-, Trainings-, Übungs- und Versammlungsterminen als auch von einer Vielzahl interessanter und abwechslungsreicher Veranstaltungen. Diese erstrecken sich vom Waldfest über Sportveranstaltungen, Konzerte, Kleinkunst bis hin zum Eselrennen.

Vorrangig wichtig ist mir Bürgernähe und ein offenes Ohr für alle Anliegen. Sofern es der Terminkalender zulässt, besuche ich gerne die zahlreichen Versammlungen von Vereinen und Ehrungen verdienter Bürgerinnen und Bürger, sowie Jubilare im privaten Umfeld.

 

Freizeitaktivitäten

Ebenso wie sich viele Schefflenzerinnen und Schefflenzer im Verein einbringen, tragen sie auch 5 Jahre nach dem Neubau unser Freibad mit. Der Förderverein für unser Freibad zählt rund 700 Mitglieder, die DLRG Ortsgruppe unterstützt uns in beachtlichem Maß in der Badeaufsicht und bei jedem Sonnenstrahl finden sich zahlreiche Besucher jeden Alters in unserem Freibad ein.

Auch wenn die jährlichen Aufwendungen der Gemeinde für das Bad zwischen 140.000 und 200.000 EUR kein Pappenstiel sind, habe ich die Entscheidung für unser Freibad zu keiner Zeit bereut. Umso mehr freut es mich, dass immer wieder Aktionen für unser Freibad, vom Sponsoring bis Freibadfest oder Kinderferienprogramm, angestoßen und angeboten werden.

Auch unsere Jugend hat sich eine Möglichkeit gewünscht, sich zu treffen und gemeinsam die Freizeit abseits der Vereinsangebote zu gestalten. So haben wir in Oberschefflenz einen Jugendtreff eingerichtet, der sich durchaus großer Beliebtheit erfreut. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Einhaltung der Öffnungszeiten, Alkoholkonsum und Lärm hatte ich den Jugendtreff in Absprache mit den Sprechern des Jugendtreffs vorübergehend geschlossen. In der Zwischenzeit haben wir uns auf eine gemeinsame Basis geeinigt, sodass der Jugendraum wieder geöffnet wird.

Für die Kinder in Schefflenz haben wir ein vielseitiges und abwechslungsreiches Ferienprogramm zusammengestellt. Zahlreiche Vereine und Einzelpersonen bieten hierfür Aktivitäten an, so dass 19 verschiedene Programmpunkte Langeweile in den Sommerferien erst gar nicht aufkommen lassen. Sowohl Angebot als auch Nachfrage haben unsere kühnsten Erwartungen bei weiten übertroffen. Alle Angebote kommen zustande, bei einigen mussten sogar Zusatztermine organisiert werden. Ich hoffe, dass die Kinder und Jugendliche ihre Freude haben werden und wir vielleicht auch neue Interessenwecken können. Gleichzeitig hoffe ich, dass dieses Ferienprogramm berufstätigen Eltern eine Unterstützung zukommen lässt, haben unsere Schülerinnen und Schüler doch glücklicherweise länger Ferien als ihre Eltern.

 

Gemeindeleben

Evangelische Kirche in Unterschefflenz
Evangelische Kirche in Unterschefflenz

Auch in der Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden nehme ich mit den Pfarrern und Mitarbeitern die gemeinsame Verantwortung für das gemeindliche Leben wahr. So stimmen wir uns regelmäßig miteinander ab und sprechen gemeinsame Themen an. Diese Zusammenarbeit nehme ich als sehr wohltuend wahr und werde sie auch gerne weiterführen.

Stolz bin ich auch auf die große Unterstützung, auf die die Flüchtlinge gestoßen sind, die in unserer Gemeinde Zuflucht gefunden haben. Ehrenamtlich geführte Sprachkurse in mehreren verschiedenen Gruppen, Freizeitangebote, Betreuung einzelner Familien und die Einbeziehung ins öffentliche Leben leistet unser Asylkreis und wird dabei von den Vereinen unterstützt. Auch haben sich für jede Familie Paten gefunden, die sie bei ihrem Weg in die für sie ganz neue Welt begleiten, ohne ihnen die Verantwortung für ihr Leben und Handeln abzunehmen. So konnten wir Konflikte vermeiden und die Grundlagen für eine gelungene Integration legen.

 

Ausblick – meine Bewerbung für die nächste Amtszeit

Rainer HouckVieles konnte ich in meiner Amtszeit als Bürgermeister für Schefflenz bereits auf den Weg bringen. Doch noch konnte ich nicht alle Projekte zum Abschluss bringen und nicht alle Ideen umsetzen.

Mit einer weiteren Amtszeit erhoffe ich mir, Schefflenz weiter zu stärken. Es gilt, die lebenswerte Dörflichkeit zu bewahren und dabei dennoch die Moderne einzubeziehen, um nicht nur mithalten zu können, sondern anderen Gemeinden auch einen Schritt voraus zu sein.

Die Menschen hier in Schefflenz sollen weiterhin stolz auf ihren Wohnort sein, sie sollen sich hier wohlfühlen und in ihrem Miteinander unterstützt werden. Das Thema Familie steht dabei für mich im Vordergrund und umfasst mehr als nur die Betreuung der Kinder. Es umfasst die innerörtliche Vernetzung von allem, was man zum Leben braucht: Gesundheit und Bildung, Handel und Gewerbe, Infrastruktur und Sicherheit. Seien es kurze Wege für Ihre Einkäufe, Artztbesuche oder zu den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Aber auch scheinbar banale Dinge wie das Vereinsleben, eine ansprechende Gastronomie oder schöne Plätze in unserer Stadt, die zur Begegnung und zum Verweilen einladen, gehören dazu. 

Meine Erfahrungen kann ich nur zum Vorteil der Gemeinde einsetzen. So konnte ich im Gemeinderat eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickeln, in der wir gemeinsam über die besten Lösungen verhandeln. Der geschaffene Zusammenhalt im Team der Gemeindeverwaltung und das Vertrauen meiner Mitarbeiter in mich gewährleisten effiziente Arbeitsweisen und einen reibungslosen Übergang in die nächste Amtsperiode, so dass wir den gefestigten Weg fortsetzen können.

Ich biete Ihnen auch weiterhin mein Engagement als versierter Verwaltungsfachmann und meinen Kompetenzen als Wirtschafts- und Politikwissenschaftler an. Zudem bin ich als authentische und präsente Persönlichkeit bestrebt, mich für eine bestmögliche Positionierung unserer Gemeinde nach außen einzusetzen. Nach innen sorge ich für eine Integration der verschiedenen Interessen zum Wohle unserer gesamten Gemeinde.

Mit der Wahl des Bürgermeisters am 18. September 2016 entscheiden Sie über die Entwicklung unserer Gemeinde im nächsten Jahrzehnt. Ich bitte Sie: Nehmen Sie diese demokratische Verantwortung wahr und gehen Sie zur Wahl!